RRX

Der Rhein-Ruhr-Express kommt.

Fahrplanauskunft

Mehr Mobilität für Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen erhält eine neue Schienenverbindung, die für mehr Mobilität sorgen und die Entwicklung des Landes maßgeblich prägen wird. Sieben Linien des Rhein-Ruhr-Express (RRX) werden die Metropolen des Landes in Zukunft verbinden. Auf der Kernstrecke zwischen Köln und Dortmund wird im Zielkonzept alle 15 Minuten ein RRX für die Passagiere verkehren.

Für die Fahrgäste bedeutet das: Sie gelangen künftig noch schneller und pünktlicher ans Ziel – und das ohne Aufpreis zum Nahverkehrstarif. Neben den attraktiven Fahrzeiten profitieren die Reisenden zudem von mehr Komfort. Dafür sorgen das hohe Ausstattungsniveau und das moderne Innenraum-Design der RRX-Fahrzeuge. Die Niveaugleichheit zwischen Bahnsteig und RRX-Türschwelle macht das Ein- und Aussteigen außerdem viel einfacher und bequemer.

Damit der RRX zum Meilenstein für Nordrhein-Westfalen wird, arbeiten vor und hinter den Kulissen viele Akteure aus Politik, Verkehrsbranche und Industrie zusammen. Gemeinsam werden sie in den kommenden Jahren insbesondere den umfassenden Ausbau der Verkehrsinfrastruktur vorantreiben, der für die anspruchsvolle Taktdichte des RRX erforderlich ist. Im Mittelpunkt steht dabei der enge Austausch mit den Menschen, Unternehmen und Institutionen im Land, denn ein Großprojekt wie der RRX gelingt nur im gemeinsamen Dialog.

Weitere Informationen über das gesamte Projekt erhalten Sie unter www.rrx.de

Bis der komplette Ausbau der Infrastruktur für den RRX abgeschlossen ist, wird es noch einige Jahre dauern. Die ersten Fahrzeuge sollen allerdings schon ab Ende 2018 durch NRW rollen. Dann startet der sogenannte „Vorlaufbetrieb“ des RRX. Nach und nach werden die RRX-Fahrzeuge den Betrieb auf den einzelnen Linien aufnehmen.

In einem der größten europaweiten Vergabeverfahren seit der Öffnung des Schienenmarktes setzten sich die National Express Rail GmbH und die Abellio Rail NRW GmbH als künftige Betreiber durch. National Express startet mit dem Betrieb im Juni 2019.

  • RE 11: Düsseldorf – Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm – Paderborn – Kassel
    (ab Dezember 2018) | betrieben durch die Abellio Rail NRW GmbH
  • RE 5: Koblenz – Köln – Düsseldorf – Duisburg – Wesel
    (ab Juni 2019) | betrieben durch die National Express Rail GmbH
  • RE 6: Köln/Bonn (Flughafen) – Köln – Düsseldorf – Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm – Minden
    (ab Dezember 2019) | betrieben durch die National Express Rail GmbH
  • RE 1: Aachen – Köln – Düsseldorf – Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm
    (ab Juni 2020) | betrieben durch die Abellio Rail NRW GmbH
  • RE 4: Aachen – Mönchengladbach – Düsseldorf – Hagen – Dortmund
    (ab Dezember 2020) | betrieben durch die National Express Rail GmbH

Für den laufenden Betrieb des RRX haben sich die Besteller für eine neue Rollenverteilung zwischen Auftraggeber, Fahrzeughersteller und Eisenbahnunternehmen entschieden, die im deutschen Schienenverkehr bisher einzigartig ist. Siemens liefert nicht nur die neuen Züge, sondern ist auch mit dem Service beauftragt. Während des gesamten, mit 32 Jahren veranschlagten Betriebszyklus übernimmt das Unternehmen auch die Wartung und Instandhaltung der Flotte und garantiert so eine mehr als 99-prozentige Verfügbarkeit des Fahrzeugparks für den fahrplanmäßigen RRX-Betrieb.

Die Züge gehen rechtlich in das Eigentum der Besteller über: Das „NRW-RRX-Modell“ ist ein gemeinsames Projekt des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR), des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) sowie des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV).

Unter der Federführung des VRR wird der Fahrzeugpark an ein Eisenbahnverkehrsunternehmen verpachtet. Das bislang klassische Modell im deutschen Schienennahverkehrsmarkt sieht anders aus: Bahnunternehmen bewerben sich um Verkehrsleistungen und erfüllen diese dann mit Fahrzeugen, die sie selbst beschaffen.

Durch den neuen Ansatz für den Schienenpersonennahverkehr in der Metropolregion Rhein-Ruhr erhoffen sich die bestellenden Zweckverbände ein kontinuierlich qualitativ hochwertiges Zugangebot über die gesamte Lebensdauer auf allen RRX-Linien. Erwartet wird auch, dass die Entscheidung für ein durchgängig einheitliches Fahrzeugkonzept und damit eine Zugserie mit einer relativ hohen Stückzahl die Lebenszyklus-Kosten deutlich senkt.

Moderner, schneller, komfortabler: die neuen Fahrzeuge. Nachdem Ergebnis des europaweiten Vergabeverfahrens werden die hochwertigen RRX-Züge von der Firma Siemens gebaut und über einen Zeitraum von 32 Jahren gewartet sowie instandgehalten.

Die Fahrzeuge sind energiesparend und leise. Sie zeichnen sich zudem durch besonderen Fahrgastkomfort, erhöhte Kapazitäten und Barrierefreiheit aus.

Die überzeugenden Fahrzeugeigenschaften auf einen Blick:

  • Erhöhter Fahrgastkomfort durch bequeme Sitze, verbesserte Fahrgastinformation und kostenloses WLAN
  • Neuartige Scheiben für besseren Mobilfunkempfang
  • Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h
  • Hohes Beschleunigungsvermögen
  • Geringer Geräuschpegel im Fahrzeug
  • 800 Sitzplätze pro Zug, d. h. 400 Sitzplätze je Fahrzeug
  • Alle Türen sind mit niveaugleichem Einstieg bei einer Bahnsteighöhe von 760 mm ausgestattet
  • Spaltüberbrückung an allen Türen
  • Breite Türen und Einstiegsbereiche für einen reibungslosen Fahrgastwechsel
  • Barrierefreie Toiletten sowie großzügige Multifunktionsräume mit Rollstuhl-, Begleit- und Fahrradplätzen
  • Steckdosen und Leseleuchten an fest installierten Sitzen
  • Videoüberwachung im gesamten Zug
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Die Basis für einen erfolgreichen Betrieb des RRX bildet der Aus- und Umbau der Schieneninfrastruktur, der Bahnhöfe sowie des Lärmschutzes. Nur so kann der 15-Minuten-Takt auf der zentralen Kernachse zwischen Köln und Dortmund sichergestellt werden.
Hier die wichtigsten Umbaumaßnahmen auf einen Blick:

Die DB Netz AG übernimmt beim RRX die Planung und Realisierung der notwendigen Baumaßnahmen. Aufgrund der Streckenlänge und unterschiedlicher örtlicher Gegebenheiten ist das Projekt in sechs Planfeststellungsbereiche mit jeweils verschiedenen Planfeststellungsabschnitten aufgeteilt:

  • Planfeststellungsbereich 1: Köln – Langenfeld
  • Planfeststellungsbereich 2: Düsseldorf
  • Planfeststellungsbereich 3: Düsseldorf - Duisburg
  • Planfeststellungsbereich 4: Mülheim (Ruhr)
  • Planfeststellungsbereich 5: Essen – Bochum
  • Planfeststellungsbereich 6: Dortmund

Einige der Planfeststellungsverfahren sind bereits erfolgreich abgeschlossen worden, andere stehen noch aus:

Neben dem Ausbau der Kernstrecke Dortmund - Köln erfolgt eine Durchbindung der einzelnen Linien des RRX auf die sogenannten "RRX-Außenäste" nach Aachen, Bielefeld/Minden, Bonn/Koblenz, Münster, Paderborn/Kassel und Wesel/Emmerich. Um auch hier die Voraussetzungen für den zukünftigen Betrieb des RRX zu schaffen, wird in den kommenden Jahren ein Ausbau an mehr als 60 Stationen erfolgen. Das umfasst Anpassungen der Bahnsteiglängen und -höhen, das Herstellen einer vollständig barrierefreien Wegeführung auf den Bahnsteig sowie die Ausstattung und Modernisierung der Bahnsteige.

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